So groß wie die Vielfalt an Käsesorten in den Regalen der Lebensmittelgeschäfte oder auf dem Tisch der Verbraucher, so groß ist beinahe auch das Angebot an Käsemessern. Zumindest sollte immer ein Messer für eine Sorte der vier großen Käsegruppen verfügbar sein. Ein Emmentaler gehört beispielsweise zur Gruppe der Hartkäse, die fast nur mit einem klassischen Käsemesser geschnitten werden können. Die Klinge ist dabei etwas nach unten geknickt und liegt unterhalb der Griffhöhe. Ein Käsebeil, ein Käsedraht oder ein doppelgriffiges Käsemesser sind das Werkzeug der Wahl, wenn ein Hartkäse noch als ganzer Laib vorliegt. Mit einem Rindenschneider kann zuvor die harte Rinde des Käselaibs entfernt oder durchtrennt werden. Besonders dekorativ wirken Käseröschen, die mit einem Käsehobel vom Laib abgetrennt werden können. Halbfeste Schnittkäse lassen sich am besten mit einem Edelpilzkäseschneider bearbeiten. Der Edelpilzkäse wird auf eine Bodenplatte gelegt und mit dem Schneidedraht durchtrennt.
Klassische Schnittkäsesorten wie Edamer und Gouda lassen sich mit einem Weichkäsemesser in Scheiben schneiden. Bei Verwendung einer geätzten Klinge lösen sich die Käsescheiben leichter vom Messer. Zur Portionierung von Frischkäse wird zwar kein Messer benötigt, ein Käsespatel mit einer gerundeten Klinge lässt sich für diesen Zweck aber wesentlich besser handhaben als ein Löffel. Wie man sieht, besonderer Käse will mit einem besonderen Käsemesser geschnitten werden.